Gut versichert und bares Geld gespart

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Wieder einmal müssen Autofahrer tiefer in die Tasche greifen: Denn ab Januar 2014 werden die Kfz-Versicherungen deutlich teurer. Bei der Haftpflichtversicherung beträgt die Teuerung im Schnitt 3,4 Prozent, wobei günstige Tarife überproportional steigen. Noch höher fällt die Preissteigerung bei Teil- und Vollkaskoversicherung aus. Bei beiden Versicherungsvarianten beträgt das Plus mehr als sieben Prozent.

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Wieder einmal müssen Autofahrer tiefer in die Tasche greifen: Denn ab Januar 2014 werden die Kfz-Versicherungen deutlich teurer. Bei der Haftpflichtversicherung beträgt die Teuerung im Schnitt 3,4 Prozent, wobei günstige Tarife überproportional steigen. Noch höher fällt die Preissteigerung bei Teil- und Vollkaskoversicherung aus. Bei beiden Versicherungsvarianten beträgt das Plus mehr als sieben Prozent.

So lässt sich eine günstige Versicherung finden

Schwierigkeiten, den alten und möglicherweise teuren Versicherungsvertrag loszuwerden, haben die Autofahrer üblicherweise nicht. Die Verträge werden in der Regel mit einer einjährigen Laufzeit abgeschlossen und verlängern sich lediglich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Die Kündigung muss mindestens einen Monat vor dem Ablauf der Versicherung schriftlich erfolgen. Anschließend können die Versicherten beispielsweise auf Vergleichsportalen nach einem Tarif mit besseren Konditionen suchen, wie das Online-Magazin koeln.de über Top Tarif berichtet. Für den Vergleich müssen sie in einem Online-Formular diverse Angaben zum Fahrzeug und zum Halter machen, den gewünschten Versicherungsschutz auswählen und Rabatte eintragen. Beispielsweise räumen manche Gesellschaften einen Bonus für Bahncard-Besitzer oder Mitglieder von Automobilclubs ein. Sobald die Angaben vollständig sind, erhalten die Fahrzeughalter eine Übersicht über die günstigsten Anbieter und Tarife.

Diese Versicherungen brauchen Fahrzeughalter

Die wichtigste Versicherung für Autofahrer ist die Kfz-Haftpflicht, die für alle zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie deckt die Schadensersatzansprüche Dritter ab, die durch einen Unfall entstehen. Geregelt ist das in § 1 Pflichtversicherungsgesetz. Falls ein Fahrzeughalter ohne diesen Versicherungsschutz unterwegs ist, etwa weil das Auto nicht zugelassen ist, wird ein Unfall sehr teuer: Dann haftet der Fahrer mit seinem persönlichen Vermögen, falls er einen Unfall selbst verschuldet. Sollte eine andere Person beim Unfall verletzt werden, kann die Schadenssumme sehr schnell den siebenstelligen Bereich erreichen. Die private Haftpflicht deckt durch die sogenannte Benzinklausel übrigens Schäden, die mit dem Halten oder Führen eines Kraftfahrzeugs zusammenhängen übrigens nicht ab.

Mit der Kaskoversicherung werden Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstehen, abgedeckt. Die Bandbreite der versicherten Schäden reicht vom Diebstahl des Autos bis hin zu Bruchschäden an der Windschutzscheibe, die oft nach Steinschlag entstehen. Unterschieden wird in Deutschland zwischen der Teil- und der Vollkaskoversicherung. Letztere deckt auch selbst verursachte Unfallschäden sowie Beschädigungen, die durch Vandalismus entstehen, ab. Kauft der Fahrzeughalter sein Auto über eine Finanzierung, ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung meist vom Finanzdienstleister vorgeschrieben.

Lohnen sich weitere Versicherungen?

Darüber hinaus bietet die Versicherungswirtschaft zahlreiche weitere Policen rund ums Auto an. Welche davon sinnvoll sind, hängt vom individuellen Fall ab. Beispielsweise hält es der ADAC für sinnvoll, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, die das Risiko abdeckt, dass Tiere ins Fahrzeug laufen und möglicherweise einen Unfall verursachen. Dieses Risiko ist naturgemäß im ländlichen Raum höher als in der Stadt. Auch eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist zumindest überlegenswert. Diese deckt die Kosten für juristische Auseinandersetzungen ab, die sich nach einem Unfall ergeben können. Diese lohnt sich vor allem für Autofahrer, die viel im europäischen Ausland unterwegs sind. Aufgrund von Sprachbarrieren können sich die Unfallbeteiligten hier oft schwieriger einigen, als es in Deutschland der Fall ist.