Wie und wo man Autoteile zum Schnäppchenpreis kaufen kann

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Bei jedem Auto müssen irgendwann Verschleißteile ausgetauscht oder kleinere Schäden durch Ersatzteile behoben werden. Neu gekauft, wird das teuer. Wenn man aber die entsprechenden Teile gebraucht erwirbt und einige Dinge beachtet, lässt sich dabei eine Menge Geld sparen.

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Wesentlich preiswerter und  mit Gewährleistung

Bei einem Neufahrzeug und für junge Gebrauchte sollte man aufgrund des Garantieanspruchs immer auf neue Teile setzen. Bei den Vertragswerkstätten werden ausschließlich neue Originalteile eingesetzt. Ist die Garantie abgelaufen, sind meist die ersten Reparaturen am Fahrzeug fällig. Besonders bei älteren Fahrzeugen bietet es sich an, Ersatzteile aus zweiter Hand zu kaufen, statt die hohen Preise für Neuware zu bezahlen.

Ob Radkappen, Blinklichter, Frontscheiben, Getriebe oder Stoßdämpfer – auf dem Gebrauchtteilemarkt kann man mittlerweile für alle Marken und Modelle das benötigte Ersatzteil finden. Lässt man dieses dann noch günstig einbauen, spart man einiges an Kosten. So schlägt zum Beispiel der Austausch eines Getriebes in einer Markenwerkstatt mit einigen tausend Euro zu Buche. Gebraucht eingebaut bleibt man hingegen unter 1.000 Euro.

Viele Autobesitzer schrecken dennoch davor zurück, weil sie glauben, dass man bei gebrauchten Ersatzteilen keine Garantie hätte. Das stimmt nicht, denn laut Gesetz besteht dafür ebenfalls ein Anspruch auf Gewährleistung und das für 12 Monate. So kann man davon ausgehen, dass der Händler auch nur Gebrauchtteile anbietet, die vorher entsprechend geprüft wurden.

Wo man günstige Ersatzteile erwerben kann

Für den Kauf von gebrauchten Ersatzteilen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dabei sollte man allgemeine Tipps und Tricks zum Schnäppchenkauf nicht außer Acht lassen, auch beim Erwerb von KFZ-Teilen können diese hilfreich sein. Man kann beispielsweise zu einem Autoverwerter in der näheren Umgebung fahren und dort nach dem entsprechenden Teil suchen. Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders, wenn man ein Auto fährt, das weit verbreitet ist. Oder man schaut auf den regionalen Flohmärkten, ob dort vielleicht das notwendige Ersatzteil angeboten wird.

Wem das zu umständlich ist oder wenn man ein selteneres Fabrikat fährt, kann man sich online auf die Suche begeben. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die mit gebrauchten KFZ-Teilen handeln. Je nach Wunsch liefern viele die Ersatzteile sogar gleich zu der Werkstatt, die später die Reparatur vornehmen soll. Der Onlinekauf ist nicht nur bequem, sondern bietet außerdem die Möglichkeit, weltweit an seltene Teile zu gelangen. Das Auktionshaus ebay.de ist dabei einer der bekanntesten Marktplätze, aber mittlerweile sind auch viele Autoverwerter mit einem eigenen Onlineshop im Netz vertreten.

Vorsicht bei Teilen zu Dumpingpreisen

Im Internet werden zum Teil Autoteile zu extrem günstigen Preisen angeboten. Doch bei einigen besonders interessanten Schnäppchen sollte man vorsichtig sein. Es kann sein, dass es sich dabei um gestohlene Ware handelt oder das deutsche beziehungsweise europäische Prüf- und Genehmigungszeichen fehlt. Baut man ein nicht zugelassenes Ersatzteil in sein Fahrzeug ein, kann es Probleme bei der Hauptuntersuchung geben. Und auch Fälschungen von Originalteilen aus China findet man online, die in Deutschland verboten sind und oft ein Sicherheitsrisiko bergen. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf immer davon überzeugen, dass das ECE-Prüfzeichen auf dem Artikel vorhanden ist. Dieses Siegel besteht aus einem Kreis mit einem großen E sowie einer Prüfnummer. Außerdem sollte man die Geschäftsbedingungen des Onlineshops genau lesen und bei einem Firmensitz außerhalb Europas besonders kritisch sein. Um sich gegen billige Fernostkopien zu Wehr zu setzen, markiert die Automobilindustrie inzwischen ihre Autoteile mit elektronischen Codes, die in der Werkstatt entschlüsselt werden können.