Warum die Rechtsschutzversicherung in vielen Fällen Sinn macht

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RechtsschutzViele PKW Fahrer schließen optional zu ihrer PKW Versicherung noch eine Rechtsschutzversicherung ab. Das hat viele Vorteile, denn der Versicherer ist danach verpflichtet, die Kosten für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers zu tragen.

Diese Regelung betrifft natürlich nur den vereinbarten Umfang und bezieht sich als Zusatzversicherung im Autobereich auf Verkehrsdelikte, Unfälle und ähnliche Vorgänge.

Welche Fälle und welche Kosten sind mit einer Rechtsschutzversicherung abgedeckt?

Besteht keine vertragliche Deckungsgrenze, sind mit der Rechtsschutzversicherung in den meisten Fällen Kosten bis 250.000 Euro versichert. Darin enthalten sind die Anwaltsgebühren, die Kosten der Gegenseite falls man verliert und die Gerichtskosten. Verkehrsstrafen und Bußgelder gehören nicht zum Leistungsumfang der Versicherung. Geht es allerdings darum, den Versicherungsnehmer vor dem Strafvollzug zu schützen, so wird auch hier die Kaution bis 50.000 Euro von der Versicherung gezahlt. Um den monatlichen Beitrag so gering wie möglich zu halten, vereinbaren die meisten Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung, die häufig zwischen 150 und 250 Euro je Schadensfall beträgt.

Wo ist die Rechtsschutzversicherung gültig, wenn Sie in Deutschland abgeschlossen wurde?

Grundsätzlich ist die Versicherung in ganz Europa gültig. Doch auch andere Länder sind in den Leistungen der meisten Versicherungsanbieter enthalten, wie zum Beispiel die kanarischen Inseln, Madeira und die Azoren. Genauere Angaben sollte man den jeweiligen Versicherungsunterlagen entnehmen können. Weitere Infos dazu gibt es beispielsweise hier.

Ab wann greift die Rechtsschutzversicherung?

Sobald ein Rechtsfall im Sinne der vereinbarten Leistungen vorliegt, kann die Versicherung in Anspruch genommen werden. Eine vorherige Beratung, die prophylaktisch durchgeführt wurde, zählt jedoch nicht zu dem, was laut Versicherungsunternehmen einen Rechtsfall ausmacht. Weiterhin wird von den meisten Unternehmen auch geprüft, ob die Durchführung eines Rechtsstreites von Erfolg gekrönt sein würde. Stehen die Chancen auf einen Sieg vor Gericht eher schlecht, lehnt die Rechtsschutzversicherung die Übernahme der Kosten ab. Dies geschieht über eine sogenannte Deckungsanfrage.

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