Unfallfahrzeuge per Achsvermessung sicher erkennen

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Gebrauchtfahrzeuge liegen im Trend. Zunehmend mehr Autokäufer entscheiden sich bewusst für Fahrzeuge, die ein bis zwei Jahre alt sind und somit gegenüber Neufahrzeugen einen stattlichen Preisvorteil aufweisen. ,

Allerdings bringt der Gebrauchtwagenkauf ein gewisses Risiko mit sich: Man weiß nicht, wie im Vorfeld mit den Fahrzeugen umgegangen wurde. Womöglich erwirbt man ein Unfallfahrzeug, das als solches nicht gekennzeichnet ist. Kaufinteressenten können jedoch relativ leicht herausfinden, ob ein Fahrzeug schon einmal einen mittelschweren oder gar schweren Unfall gehabt hat. Aufgrund der physikalischen Einwirkung verzieht sich der Fahrzeugrahmen, was sich auch auf die Spur auswirkt. Diese Verstellung der Spur lässt sich per Achsvermessung feststellen.
Hierbei handelt es sich um eine standardmäßige Überprüfung des Fahrzeugs, die in jeder guten Kfz-Werkstatt angeboten wird. Mit speziellen Geräten werden die Achsen präzise vermessen, damit selbst kleinste Abweichungen sichtbar werden. Sollte ein Fahrzeug einen Unfall gehabt haben, bei welchem der Rahmen verzogen wurde, so ist dies im Regelfall sehr gut zu erkennen. Natürlich sollte die Vermessung der Achse vor dem Autokauf erfolgen. Am besten vereinbart man eine Probefahrt, um während dieser Zeit eine Werkstatt aufzusuchen. Ob die Vermessung durchgeführt werden kann, hängt maßgeblich von der Werkstattauslastung ab. Im Idealfall vereinbart man zuvor einen Termin. Welche Kosten mit der Achsvermessung in Verbindung stehen, hängt ganz davon ab, für welche Werkstatt man sich entscheidet. Das preisliche Spektrum ist äußerst breit gefächert. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass bei Vertragswerkstätten höhere Kosten als bei freien Werkstätten entstehen. Außerdem kommt es darauf an, wie viel Zeit die Vermessung in Anspruch nimmt und wie viele Werkstattarbeitet daran beteiligt sind. Meist wird sie von zwei Personen durchgeführt und dauert eine gute halbe Stunde. Dementsprechend ist je nach Werkstatt mit Kosten von ca. 75 bis 150 Euro zu rechnen. Bei einigen Werkstätten ist es auch möglich, im Vorfeld einen Pauschalpreis zu vereinbaren. Die Kosten der Untersuchung hat der Kaufinteressent verständlicherweise selbst zu tragen. Selbst wenn eine Achsverstellung ermittelt wird, die garantiert von einem Unfall stammt, muss der Anbieter des Autos nicht zahlen. Allerdings muss dies auch gar nicht schlimm sein: Es ist immer noch besser, ca. 100 Euro auf diesem Weg zu verlieren, als einen viel zu hohen Preis für ein Unfallfahrzeug zu entrichten.