On Tour: Sicherheit für die Kleinsten

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pixabay.com_jp26jp_CC0-Public-Domain_-bjoernroehrbein_-300x201Im Kinderwagen, Auto- oder Fahrradsitz wird der Nachwuchs sicher transportiert und verbringt – je nach Mobilitätsdrang der Eltern, auch vergleichsweise viel Zeit on Tour.

Grund genug eine kurze Übersicht bereitzustellen, worauf es beim Kinderwagen, beim Autositz und beim Drahtesel ankommt.

Sicherheitssiegel beim Kinderwagen-Kauf beachten

Wer – wie in der Abbbildung – ein Modell wählt, das sich zum Buggy umfunktionieren lässt, muss auf entsprechende Sicherheitsgurte achten.

Der Kinderwagen ist ja im Grunde genommen bereits das erste Gefährt des Nachwuchses – zwar noch fremdgesteuert von Mama oder Papa, aber immerhin wird es zu Fortbewegungszwecken genutzt. Wie lange der Kinderwagen beim Nachwuchs „in“ ist, ist vom Kind abhängig. Denn während die einen sich noch im Alter von fünf Jahren umherkutschieren lassen, lehnen andere Zweijährige den Kinderwagen bereits rigoros ab. Die Eltern müssen beim Kauf diese Kriterien beachten:

Ist der Kinderwagen so konstruiert, dass er sich den Fahrstrecken anpasst? Wer beispielsweise in der Stadt wohnt und regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte auf eine leichte und wendige Kinderwagenvariante setzen, mit der auch enge Ladengassen passierbar sind und der Einstieg in Bus und Bahn nicht zum Kraftakt wird. Wer auf Wiesen und Feldern unterwegs ist, muss auf besonders gute Räder und Bremsen achten.
Lässt sich der Kindergarten leicht zusammenklappen? Das ist im Grunde immer ein wichtiges Entscheidungsmerkmal, unabhängig davon, ob die Eltern viel mit dem Auto unterwegs sind oder nicht.
Welche Sicherheitsvorkehrungen sind empfehlenswert? Grundsätzlich ist das TÜV-Siegel ein wichtiger Hinweis darauf, dass der Kinderwagen gut verarbeitet und sicher zu handhaben ist. Wichtig ist darüber hinaus, dass ein Kombiwagen, der sich zum Buggy umfunktionieren lässt, mit Gurten ausgestattet ist, die verhindern, dass das Baby aus dem Wagen kippen oder klettern kann.

Eltern sollten ihr Wunschmodell in jedem Fall zur Probe fahren, um die Handhabung zu testen. Weitere wichtige Tipps liefert die Redaktion von Eltern.

Outdoor-Vergnügen auf dem Fahrrad

Die zweite Variante, um sich mit dem Kind draußen fortzubewegen, ist das Fahrrad. Auch hier gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, um den Nachwuchs auf dem Drahtesel zu transportieren.

Im Kindersitz (auf dem Gepäckträger oder am Lenker). Der ADFC rät in diesem Zusammenhang zur Gepäckträger-Variante. Hierbei ist wichtig, dass der Sitz nach DIN-Norm EN 14344 geprüft und mit einem Fünf-Punkt-Gurtsystem ausgestattet ist.

Immer häufiger setzen Eltern auf den Fahrradanhänger, denn dieser lässt sich abhängen und als pixabay.com_7854_CC0 Public Domain_ bjoernroehrbeinKinderwagen nutzen.

  1. Im Fahrradanhänger ist ein Drei-Punkt-Gurtsystem in jedem Fall empfehlenswert. Darüber hinaus stellt der Überrollschutz eine wichtige Sicherheitsfunktion dar.
  2. Eine durchaus ungewöhnliche Variante ist das Lastenfahrrad, das eine Art Holzkiste vor dem Lenker montiert hat, in die das Kind gesetzt wird. Auch hier sind Drei-Punkt-Gurte Pflicht.
  3. Das Trailerbike erinnert ein wenig an ein Tandem, denn es ermöglicht das Ankuppeln des Kinderfahrrads am Fahrrad der Eltern.

Wie wichtig ein Helm dabei ist und welche Optionen es gibt, wenn der Nachwuchs aufs eigene Fahrrad umsteigen möchte, können Eltern in diesem umfangreichen Fahrrad-Ratgeber nachlesen.

Autositze in Produkttests vergleichen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. veröffentlicht erschreckende Zahlen: Etwa 180 Kinder sterben jährlich bei Unfällen, über 195.000 Kinder müssen nach einem Unfall eine Zeit im Krankenhaus verbringen und 1,7 Millionen Kinder müssen ärztlich behandelt werden. Umso wichtiger sollten der Schutz und die Sicherung der Kinder sein. Diese Regeln sind gesetzlich verbrieft:

  • Kinder müssen bis zu einer Größe von 150 Zentimetern im Kindersitz gesichert werden.
  • Auch bei vergleichsweise großen Kindern ist eine Sitzerhöhung Pflicht, um eine optimale Gurtführung (am Oberkörper und im Beckenbereich) zu gewährleisten.
  • Die Prüfnorm ECE R 44/04 ist ein Indiz für einen sicheren Kindersitz.

 

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