Teilkasko oder Vollkasko – Welche Kfz-Versicherung lohnt sich für Sie?

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488868_web_R_by_Thorben-Wengert_pixelio.de_-300x200Wenn Sie planen, Ihre Kfz-Versicherung zu wechseln, sollten Sie sich vorab überlegen, ob Sie eine Teilkasko oder eine Vollkasko benötigen. Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Der Umfang des Versicherungsschutzes sollte in einem sinnvollen Verhältnis zu dem Wert und dem Alter Ihres Fahrzeugs stehen. Viele Experten raten im Allgemeinen dazu, einen Neuwagen vier Jahre lang mit einer Vollkasko zu versichern und anschließend zu einer Teilkaskoversicherung zu wechseln. Doch dieser Ratschlag stellt nicht in allen Fällen die beste Lösung dar. Erfahren Sie hier, welche Art von Kfz-Versicherung sich für Sie am ehesten lohnt.

So wechseln Sie Ihre Kfz-Versicherung

Noch bis Ende November können Verbraucher ihre Kfz-Versicherung wechseln und Geld sparen. Der 30. November ist in der Regel der Stichtag, wenn Sie Ihr jährliches Kündigungsrecht nutzen möchten zyban generic. Darüber hinaus sind auf rv24.de noch weitere Situationen beschrieben, in denen es möglich ist, die Versicherung zu wechseln:

  • Sie schaffen sich ein neues Fahrzeug an und verschrotten Ihr altes Auto
  • Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, weil die Beiträge für Ihre Kfz-Versicherung erhöht wurden
  • Sie hatten einen Schadensfall mit Ihrem Fahrzeug

Unabhängig davon, für welche der vier Möglichkeiten Sie sich entscheiden, sollten Sie beim Wechsel der Kfz-Versicherung ein paar Dinge beachten. Dazu gehört auch, dass Sie sich vor dem Abschluss einer neuen Versicherung überlegen, ob eine Teilkasko oder eine Vollkasko für Sie das Richtige ist.

Eigenschaften und Besonderheiten der Teilkaskoversicherung

Eine Teilkaskoversicherung kommt für Reparaturkosten an Ihrem Fahrzeug auf, die durch die folgenden Ereignisse ausgelöst wurden:

  • Elementarereignisse
    • Sturmschäden ab Windstärkte 8
    • Hagelschäden
    • Blitzschlag
    • Überschwemmung
  • Offenes Feuer wie Brände oder Explosionen
  • Glasbruch
  • Kurzschluss
  • Diebstahl oder Diebstahlversuch
  • Wildunfälle mit Haarwild

Je nachdem, für welchen Versicherer Sie sich entscheiden, sind unter Umständen auch Marderbisse sowie die daraus entstehenden Folgeschäden bei einer Teilkasko abgedeckt. Die Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von Ihrem aktuellen Wohnort, denn jeder Zulassungsort hat eine andere Regionalklasse. Auch die Fahrzeugtypklasse spielt eine Rolle.

Sollte ein Schadensfall eintreten, so zahlen Sie in der Regel eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Die Teilkasko hat den Vorteil, dass sie meistens günstiger ist als eine Vollkaskoversicherung. Zudem deckt sie die typischsten Schadensfälle ab. Die Beseitigung von Schäden, die durch Vandalismus oder selbstverschuldete Unfälle entstehen, müssen Sie jedoch aus eigener Tasche bezahlen. Außerdem sind auch Unfälle mit anderen Tieren wie großen Vögeln, freilaufenden Hunden oder Nutztieren oftmals nicht abgedeckt.

Merkmale und Vorteile der Vollkaskoversicherung

Eine Vollkaskoversicherung beinhaltet alle Leistungen, die auch eine Teilkasko bietet. Darüber hinaus tritt sie aber auch für alle zusätzlichen Schäden am eigenen Fahrzeug ein, die beispielsweise durch selbstverschuldete Unfälle, Fahrerflucht oder Vandalismus entstehen. Ebenso wie bei der Haftpflicht erhalten Sie bei der Vollkasko für schadenfreie Jahre eine Vergünstigung. Die Selbstbeteiligung ist meist deutlich höher als bei der Teilkasko. Im Allgemeinen zahlen Sie für eine Vollkaskoversicherung höhere Prämien, sodass sie sich nicht für alle Fahrzeuge lohnt.

Wann ist eine Vollkasko sinnvoll?

Da Sie bei einer Vollkasko einen Prämienrabatt erhalten, wenn Sie schon lange schadenfrei fahren, lohnt es sich für Autofahrer mit einem hohen Schadenfreiheitsrabatt, eine Vollkasko abzuschließen. Bei der Teilkasko zahlen Sie immer 100 Prozent der Prämie, während mit jedem unfallfreien Jahr Ihr Vollkasko-Beitrag sinkt. Wenn Sie sich bereits eine günstige Schadenfreiheitsklasse erarbeitet haben, kann es sein, dass die Versicherungsprämie für die Vollkasko nur geringfügig höher ist als für eine Teilkaskoversicherung. In diesem Fall ist das Plus an Leistung bei der Vollkaskoversicherung nur unwesentlich teurer, sodass sich der Abschluss lohnt. Manchmal ist die Vollkasko sogar preiswerter, wenn Sie einen hohen Schadenfreiheitsrabatt haben und die Typklasse Ihres Fahrzeugs in der Vollkasko gravierend anders bewertet wird als in der Teilkasko.

Generell spielt die Typklasse bei der Entscheidung zwischen Teil- und Vollkasko eine wichtige Rolle. So ist eine Teilkaskoversicherung für Cabrios in der Regel teurer, weil dort ein hohes Risiko für einen Teilediebstahl besteht, der meist mit Schäden am Verdeck verbunden ist. Wenn Sie einen Neuwagen kaufen, ist eine Vollkaskoversicherung ebenfalls anzuraten. Sollte das neuwertige Fahrzeug bei einem Unfall zerstört werden, wäre der Verlust andernfalls hoch. Vergleichen Sie am besten die Beiträge, die Ihnen für eine Teilkaskoversicherung entstehen, mit den Prämien der Vollkasko. Sofern Sie im Vergleich zur Teilkasko pro Jahr nur etwa 100 Euro mehr für den vollen Versicherungsschutz zahlen, lohnt es sich, eine Vollkasko abzuschließen.

Obwohl Experten oftmals dazu raten, bei einem Fahrzeug, das bereits älter ist als vier Jahre, auf den Teilkasko-Versicherungsschutz zu wechseln, ist das nicht immer sinnvoll. Manchmal lohnt es sich auch nach vier Jahren, in der Vollkasko zu bleiben. Das gilt insbesondere dann, wenn der Zeitwert nach vier Nutzungsjahren noch hoch ist. Sofern Ihr Auto aber schon einige Jahre alt ist und der Zeitwert stark abgenommen hat, reicht der Schutz der Teilkasko meist aus.


 

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