So starten Fahranfänger sicher durch

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so_starten_fahranfänger_durchAuch wenn die Anzahl an jugendlichen Fahranfängern rückläufig ist, ist der Führerscheinerwerb für junge Leute zwischen 18 Vorschauund 24 nach wie vor etwas Besonderes. Vor allem auf dem Land bedeutet Autofahren für junge Leute ein großes Stück Freiheit und Unabhängigkeit von den Eltern und der Landluft. Allerdings macht ein Führerschein allein noch keinen guten Autofahrer. Fehlende Fahrpraxis, Unsicherheit und leider auch Selbstüberschätzung führen dazu, dass die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen häufiger in Unfälle verwickelt ist. Fahranfänger können jedoch einiges tun, um das Unfallrisiko zu reduzieren – und Eltern können sie dabei unterstützen.

Nur mit Fahrpraxis kommt die Routine

Die Fahrprüfung ist bestanden, dennoch bleibt der Führerscheinneuling zunächst Anfänger. Ohne den Fahrlehrer an der Seite muss der Verkehr jetzt eigenständig bewältigt werden. Dabei hilft eine gewisse Routine ungemein. Fahranfänger sollten daher so viel wie möglich Fahrpraxis sammeln. Mit regelmäßiger Übung entwickeln Fahranfänger ein Gefühl für das Auto und die typischen Risiken im Straßenverkehr. Am Anfang sollte auf kürzeren Strecken geübt werden, später dann auf längeren. Eine Begleitperson kann auf unbekannten Stecken unterstützen. Begleiten Eltern ihren Sprössling bei seinen Fahrten, sollten sie sich selbst zurücknehmen. Kommentare zur Fahrweise, dramatisches Seufzen oder ständige Vorwürfe verunsichern den jungen Fahrer nur. Besser sind angemessenes Lob und leicht korrigierende Hinweise bei Fehlern, um das Selbstbewusstsein des Fahrneulings aufzubauen. Auf Gefahren sollte natürlich hingewiesen werden. Eine generelle Manöberkritik sollte jedoch erst nach der Autofahrt abgehalten werden. Möchte das Kind eine Strecke alleine fahren, sollten Eltern dies ermöglichen. Um das Können der Fahranfänger weiter zu schulen, bietet sich die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining an. Zur bestandenen Fahrprüfung können Eltern ihren Kindern beispielsweise gleich einen Gutschein für solch ein Training schenken.

Ohne Konzentration geht es nicht

Ein Fahrsicherheitstraining ist jedoch kein Freifahrtschein, mit den Bleifuß auf das Gaspedal zu drücken. Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache auf deutschen Straßen. Daher gilt es, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten und genügend Abstand zum Vordermann zu lassen. Und auch, wer an jeder Kreuzung den Motor abwürgt, sollte Ruhe bewahren. Fahranfänger sollten sich von hupenden Verkehrsteilnehmern und Dränglern nicht stressen lassen. Wer beim Autofahren gestresst ist, neigt zu unüberlegten und gefährlichen Handlungen. Besser nimmt man sich genügend Zeit, um eine Situation richtig einschätzen zu können.
Voraussetzung für eine unfallfreie Fahrt ist neben der Fahrzeugbeherrschung vor allem Konzentration. Bereits kleine Unaufmerksamkeiten können beim Autofahren fatale Folgen haben. Fahranfänger sollten daher stets beide Hände am Lenker und den Blick auf die Straße gerichtet haben. Sinnvollerweise sollte das Smartphone stummgeschaltet sein und am Steuer eigentlich am besten überhaupt gar nicht erst verwendet werden. Das Handy am Steuer zu benutzen, entspricht in etwa der Situation, als würde man mit 1,1 Promille Alkohol im Blut fahren.
Schon ein Klingeln oder Blinken des Geräts kann vom Verkehr ablenken. Auch Unterhaltungen und das Autoradio können ablenken. Neulinge am Steuer sollten daher schon vor der Fahrt einen Sender wählen oder das Radio ganz abschalten. Bei störenden Mitfahrern sollte sich der junge Autofahrer nicht scheuen, klar und deutlich um Ruhe zu bitten.


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