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Batterie streikt – so funktioniert Starthilfe richtig!

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Besonders in der kalten Jahreszeit erwischt es manchen Autofahrer: Der Motor springt nicht mehr an, eine Starthilfe muss her! Meist ist eine zu schwache oder entladene Batterie die Ursache. Mit Hilfe eines Starthilfekabels lässt sich der Akku wiederbeleben. Der Auto Club Europa (ACE) und die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zeigen, wie es richtig geht.

Mit einem Starthilfekabel und einem zweiten Fahrzeug ist die Starthilfe halb so dramatisch. Auch Laien bekommen ihr Auto damit schnell wieder flott. Doch Achtung beim richtigen Ablauf. Denn Fehler können zu Schäden an der empfindlichen Elektronik oder zu einem Stromschlag führen. Sollte kein Starthilfekabel oder zweites Fahrzeug zur Verfügung stehen, hilft ein Pannendienst weiter.

Erster Schritt: Für eine erfolgreiche Starthilfe braucht es ein „Spenderfahrzeug“ und ein Starthilfekabel mit ausreichendem Kabelquerschnitt, damit genügend Strom fließt. Zudem sollte die Batteriespannung beider Fahrzeuge gleich sein. Bei Pkw und Transportern sind das in der Regel 12 Volt.

Das rote Kabel erst an das Empfängerauto anschließen

Am besten, die Autos stehen sich Motorhaube an Motorhaube gegenüber. Sie dürfen sich aber nicht berühren. Längere Kabel erleichtern das Rangieren. Die Zündungen beider Fahrzeuge müssen ausgeschaltet sein. Sollte die Batterie im Kofferraum eingebaut sein, bieten so gut wie alle Fahrzeuge Pol-Anschlusspunkte im Motorraum. Die Pol-Zange des roten Plus-Kabels wird erst mit dem Pluspol des Autos mit Startschwierigkeiten, also dem „Empfängerfahrzeug“ verbunden, danach mit dem Pluspol des Spenderfahrzeugs.

Zweiter Schritt: Sitzt das Pluskabel an beiden Plus-Polen, folgt der Anschluss der Zange des schwarzen Minus-Kabels, auch Masse-Kabel genannt, an den Minuspol des Spenderfahrzeugs. Das andere Ende des Minus-Kabels ist anschließend an einen speziell dafür vorgesehenen Kontakt oder an ein unlackiertes Metallteil am Motorblock des Empfängerfahrzeugs zu klemmen. Einen direkten Anschluss am Minus-Pol der Batterie gilt es wegen eventuell austretendem Knallgas und der damit verbundenen Explosionsgefahr zu vermeiden. Weiter müssen beide Kabel so verlegt sein, dass sie nicht in Kontakt mit sich bewegenden Motor-Komponenten kommen können, beispielsweise dem Lüfterrad oder Keilriementrieb.

Dritter Schritt: Sitzen beide Kabel fest an ihren Kontaktpunkten, ist der Motor des Spenderfahrzeugs zu starten. Achtung bei einer tiefentladenen Batterie des Empfänger-Fahrzeugs: Wenn bei zuvor eingeschalteter Zündung selbst die Armaturen-Lampen nicht mehr leuchten, sollte dieses Fahrzeug mindestens zehn Minuten vor dem ersten Startversuch laufen. Während dieser Zeit kann die Batterie des Empfängerfahrzeugs genügend Strom ziehen. Danach folgt ein erster Startversuch des Pannen-Fahrzeugs. Springt der Motor nach drei bis vier Sekunden nicht an, kann man den Vorgang abbrechen und nach einer kurzen Pause wiederholen.

Vierter Schritt: War der Startversuch erfolgreich, empfiehlt es sich, Verbraucher mit hohem Strombedarf, etwa Heckscheibenheizung und Gebläse, einzuschalten. Damit lassen sich Spannungsspitzen beim Entfernen des Starthilfekabels vermeiden, die zu Elektronik-Schäden führen können.

Das Abklemmen der Kabel geschieht in umgekehrter Reihenfolge: Zunächst ist das schwarze Minus-Kabel am Massepunkt des Empfängerfahrzeugs zu lösen, danach am Minus-Kontakt des Spenders. Dann kann man das rote Plus-Kabel erst vom Kontakt des Empfänger- und dann vom Pol des Spenderfahrzeugs abklemmen. Danach werden Heckscheibenheizung und Gebläse des Empfängers abgeschaltet.

Abschließend: Um sicherzugehen, dass die Lichtmaschine des Empfängers die leere Batterie wieder ausreichend lädt, muss der Motor weiterlaufen. Das Auto sollte dabei etwa 30 Minuten bewegt werden.

Verkehrsunfälle: In den 80ern begann das Umdenken

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Auf deutschen Straßen sind seit 1950 knapp 780.000 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten übersteigt 31 Millionen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Freiburger Historiker Peter Itzen in einer neuen Studie. Das hohe Risiko, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, nahmen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren Itzen zufolge Autofahrer in Kauf, weil das Auto „Zugang zu den Verheißungen der Industriemoderne versprach“. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL.)

Erst mit dem Entstehen eines Umweltbewusstseins und dem gleichzeitigen Anstieg der Verkehrstoten 1970 auf den Jahreshöchstwert von über 21.000 allein in der alten Bundesrepublik kam es zu einem Umdenken. 1972 wurden Tempolimits auf Landstraßen eingeführt, 1973 die 0,8-Promille-Grenze, ab 1974 schrittweise die Gurtpflicht, 1978 die ABS-Bremssysteme und 1980 Airbags.

Im vergangenen Jahr starben dennoch immer noch mehr als 3000 Menschen bei Verkehrsunfällen; rund 400.000 wurden verletzt.

Kfz-Versicherung für Diesel noch immer teurer

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Die Kfz-Versicherung für ein Dieselfahrzeug kostet bis zu 47 Prozent mehr als für ein vergleichbares Benziner-Modell.*) Im Schnitt ist der Versicherungsschutz bei Selbstzündern 13 Prozent teurer als bei Fahrzeugen mit Ottomotor.

Fahrer eines Mercedes A 160 CDI beispielsweise zahlen bei einer jährlichen Fahrleistung von 5.000 Kilometern im Schnitt 201 Euro mehr pro Jahr (+ 47 %) als Halter des vergleichbaren Benziner-Modells Mercedes A 140. Unter den Beispielfahrzeugen ist nur der VW Polo 1.6 TDI mit Dieselmotor minimal günstiger (- 1 %) als der VW Polo 1.2 TSI.

Höherer Kaufpreis und längere Strecken verursachen höhere Beiträge

„Aufgrund höherer Anschaffungspreise sind Dieselfahrzeuge häufig in höhere Typklassen eingestuft und damit teurer in der Kfz-Versicherung“, sagt Dr. Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherung bei CHECK24.de. „Zudem legen Dieselfahrzeuge größere Strecken zurück. Dadurch steigt die Unfallgefahr und somit auch der Versicherungsbeitrag.“

*)Betrachtet wurden die durchschnittlichen Vollkaskoversicherungsbeiträge für zehn Benzin- bzw. Dieselfahrzeuge desselben Modelltyps mit gleicher PS-Leistung jeweils mit einer versicherten Fahrleistung von 5.000, 15.000 und 30.000 Kilometern pro Jahr. Die Beiträge ergeben sich aus einem Mittelwert aller im CHECK24-Vergleich verfügbarer Kfz-Tarife für das berechnete Profil. Profil und Tabelle mit allen Ergebnissen unter http://ots.de/PxNKF

Freizeit: Drohnen – nur noch mit Führerschein und Kennzeichen

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Klein, flink und äußerst beweglich schwirrt sie über unsere Köpfe hinweg. Gemeint ist die Drohne, ein ferngesteuertes Fluggerät mit vier oder mehr im Kreis angeordneten Rotormotoren, die ihr die besonderen Flugeigenschaften eines Kolibris verleihen. So kann die Drohne in der Luft völlig stillstehen und ihre Position halten, rückwärts fliegen oder sanft auf und absteigen.

Eigenschaften, die sie für imposante Foto- und Videoaufnahmen oder auch zur Überwachung geradezu prädestiniert. Leider taucht sie immer häufiger auch in Einflugschneisen von Flughäfen oder über viel befahrenen Fahrbahnen auf, wo sie zu einer Gefahr wird.

Drohnenführerschein:
Seit 2017 gibt es deshalb gesetzliche Regeln für den Flug mit Drohnen und Multikopter. Dies beginnt damit, dass Drohnen ab einem Abfluggewicht von 2 kg nur noch von einer Person gesteuert werden darf, die mindestens 16 Jahre alt ist und durch eine Prüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt zertifizierten Stelle oder bei einem Luftsportverband (Modellflugverband) nachgewiesen hat, dass sie in der Lage ist, eine Drohne verantwortungsvoll zu steuern. Zu den geprüften Fachgebieten gehören unter anderem Luftfahrtrecht, Flugbetrieb und Navigation sowie Meteorologie. Mit bestandener Prüfung erhält man den Drohnen-Kenntnisnachweis, „Drohnenführerschein“. Der Nachweis gilt für fünf Jahre. Wer ohne entsprechenden Nachweis erwischt wird, darf mit drakonischen Strafen von bis zu mehreren hundert Euros rechnen. Auf Flugplätzen für Modellflugzeuge ist der Kenntnisnachweis nicht erforderlich. Drohnen mit mehr als 5 kg Abfluggewicht benötigen darüber hinaus auch eine Aufstiegserlaubnis. Für Drohnen über 25 kg besteht ein Betriebsverbot.

Kennzeichen:
Auch dürfen Drohnen nur noch in die Lüfte steigen, wenn sie gekennzeichnet sind. Die Kennzeichnungspflicht gilt für Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm und damit praktisch für jede Drohne. Das Kennzeichen muss sichtbar, dauerhaft und feuerfest an der Drohne angebracht sein und den Namen und die Adresse des Besitzers führen.

Haftpflichtversicherung:
Bevor eine Drohne in die Luft steigt, braucht es eine Haftpflichtversicherung. Dies ist zwingendfür alle unbemannten Flugobjekte vorgeschrieben. Häufig sind bei einer privaten Haftpflichtversicherung Schäden, die durch Spielzeug entstanden sind, mitversichert. Ob jedoch eine Drohne unter den Begriff Spielzeug fällt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich zu beurteilten. Der Umfang des Versicherungsschutzes ist deshalb in jedem Fall mit dem Versicherer zu klären. Auch ist mit dem Versicherer zu klären, wie weit der Versicherungsschutz reicht und ob beispielsweise auch der versehentliche Flug in eine Flugverbotszone gedeckt ist.


Urheber: <a href='https://de.123rf.com/profile_kadmy'>kadmy 
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Wohin mit dem Wohnmobil im Winter?

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Jeder Wohnmobil-Halter mit Saisonkennzeichen muss sich im Winter um die sichere Unterbringung seines Fahrzeuges kümmern. Wo das besonders günstig möglich ist, hat Campanda (www.campanda.de), die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, analysiert. Deutschlandweit wurden 500 Abstellplätze auf ihren Preis, ihre Lage und ihre Beschaffenheit untersucht. Neben großen regionalen Unterschieden zeigt die Analyse auch, dass es bereits ab zehn Euro pro Monat möglich ist, sein Wohnmobil sicher unterzubringen.

Wer sein Wohnmobil oder seinen Camper sicher und geschützt vor der Witterung durch den Winter bringen möchte, muss nicht immer tief in die Tasche greifen. Überdachte Stellplätze sind bundesweit schon für durchschnittlich 50 Euro pro Monat zu haben, wie Campanda (www.campanda.de) ermittelt hat. Freie Stellplätze sind zwar weniger diebstahlsicher, aber mit 35 Euro auch weitaus günstiger.

Das Saarland bietet die günstigsten Stellplätze – Rekordpreise in Berlin

In den Großstädten ist Platz knapp bemessen. Dementsprechend gibt es hier auch nur wenige Stellplätze: In Berlin gibt es vier, in Bremen zwei und in Hamburg sogar nur einen Stellplatz. Diese sind auch noch vergleichsweise teuer. Selbst der günstigste Stellplatz in Berlin kostet pro Monat 48 Euro, ähnlich wie in Hamburg mit 50 Euro. Im Saarland hingegen beträgt der durchschnittliche Stellplatz-Mietpreis lediglich 27 Euro. Hier kostet der teuerste Stellplatz nur 35 Euro.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mit 105 Anbietern nicht nur mit Abstand die meisten Stellplätze zum Überwintern. Hier ist auch der teuerste Stellplatz in der Gesamtauswertung mit 220 Euro pro Monat zu finden. Einer der günstigsten Plätze ist mit 13 Euro ebenfalls hier ansässig. Günstiger geht es nur noch in Niedersachsen oder Brandenburg für 10 Euro. Durchschnittlich sind die Stellplätze in Nordrhein-Westfalen allerdings mit 54 Euro vergleichsweise teuer – nur Berlin ist mit 78 Euro noch teurer.

In Ostdeutschland sind Wohnmobil-Stellplätze Mangelware

Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen vereinen zusammen knapp die Hälfte aller Stellplätze. Auch die anderen westdeutschen Bundesländer bieten relativ viel Abstellmöglichkeiten. Ostdeutschland bringt es hingegen insgesamt nur auf 115 Abstellplätze.

Die Unterschiede in der Preisgestaltung lassen sich durch die Beschaffenheit der Stellplätze erklären. Ein Platz auf einem Stück Freifläche (20 Prozent der Stellplätze) ist mit durchschnittlich 35 Euro am günstigsten, bietet aber auch wenig Komfort und Sicherheit. Ist das Gelände eingezäunt (28 Prozent der Stellplätze) oder überdacht (9 Prozent der Stellplätze), steht das Gefährt etwas sicherer und ist größtenteils vor der Witterung geschützt. Ein Großteil der Stellplätze (43 Prozent) befindet sich in einer Halle, der sichersten Option zum Überwintern. Hier steht der Camper in einem geschlossenen Gebäude und im Trockenen, die Unterbringung kostet dementsprechend mit 61 Euro aber am meisten.

Die gesamte Untersuchung ist grafisch aufbereitet hier zu finden: http://ots.de/yEejh

Offiziell: Das nervigste Weihnachtslied hinterm Lenkrad! :)

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Schneechaos auf der Autobahn und lange Staus zu den Festtagen: Gerade zur Weihnachtszeit verbringen die Deutschen viel Zeit im Auto und sind somit oft dem Radioprogramm schutzlos ausgeliefert. Eine aktuelle Ford-Umfrage hat unter anderem das nervigste Weihnachtslied identifiziert, das uns alljährlich auf dem Weg zur Familienfeier begleitet. Nicht weiter verwunderlich führt Wham! mit „Last Christmas“ die Liste an – spaltet aber auch die Nation. Ähnliches gilt für „Feliz Navidad“ oder „All I want for Christmas“. Die Songs sorgen auf der einen Seite für freudige Gemüter, auf der anderen Seite aber auch für verzerrte Gesichter.

Auch „Last Christmas“ nervte der Song schon

Die Hassliebe zu „Last Christmas“ ist ungebrochen. Über die Hälfte kann den Weihnachtslied-Klassiker nicht mehr ertragen. Nur noch 38 Prozent hören aktiv hin. Auf der Liste der nervigsten Songs folgen dicht dahinter „Feliz Navidad“ von José Feliciano und „All I want for Christmas“ von Mariah Carey mit je 36 Prozent. Jeder Vierte hingegen hält sich auch bei Songs wie „Do they know it’s Christmas“ (Band Aid), „White Christmas“ (Bing Crosby) oder „Driving home for Christmas“ (Chris Rea) die Ohren zu. Das erstaunliche daran: fast ebenso viele trällern freudig mit! Das heißt, egal was im Radio läuft, mindestens einer der vier Insassen wird immer mitsingen.

Apropos Singen: Neben der Dusche ist auch das Auto ein Gesangsrefugium: So sagen 65 Prozent der Befragten, dass sie im Auto laut mitsingen. Knapp die Hälfte kümmert sich dabei wenig darum, was die anderen denken. Doch immerhin 16 Prozent fühlen sich erst dann unbeobachtet, wenn sie unterwegs sind. Stehend an einer Ampel oder auf dem Parkplatz steigt die Hemmschwelle sofort wieder an. Die restlichen 35 Prozent hingegen bleiben stumm: Sei es, weil einem von fünf Befragten die eigene Stimme nicht gefällt oder weil sie sich dafür schämen zu singen.

Die aktuelle Umfrage wurde von Ford im Dezember 2017 unter 1503 Befragten im Alter zwischen 18 und 75 Jahren durchgeführt.

Voussem: „Mit Autogas können Fahrverbote vermieden werden“

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Klaus Voussem, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, informiert sich bei Rheingas über Autogas als alternativen Kraftstoff zur Vermeidung von Fahrverboten.

„Mit Autogas können Fahrverbote vermieden werden“, sagt Klaus Voussem, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen, nach einem Besuch der Propan Rheingas GmbH & Co. KG in Brühl. Am heutigen Mittwoch informierte er sich bei Rheingas-Geschäftsführer Uwe Thomsen über den emissionsarmen, sicheren und günstigen Treibstoff LPG (Liquefied Petroleum Gas). „Unser Ziel in der Koalition ist es, schnelle, sichere und vor allem bezahlbare Lösungen für die Schadstoffproblematik des Verkehrs zu finden. Wir denken hier technologieoffen und durchaus experimentierfreudig, vielleicht ist der Antrieb der Zukunft noch gar nicht gefunden. Trotzdem haben wir jetzt ganz aktuell Lösungen zu finden. Autogas (LPG) kann hier eine sehr gute Brückenlösung sein“, stellt Voussem nach einem ausführlichen Gespräch mit Rheingas-Geschäftsführer Uwe Thomsen fest. „Die Konzentrationen von Feinstaub und Stickoxyden in Ballungsräumen sind ein akutes Problem, dessen Lösung schon längst bereitsteht. Die LPG-Technologie in Kraftfahrzeugen ist ausgereift, bewährt und emissionsarm und das Tankstellennetz ist außerdem flächendeckend“, so Thomsen. „Wir brauchen einen überzeugenden ganzheitlichen Ansatz, um greifbare Verbesserungen für die Menschen, für besonders belastete Stadtquartiere und für eine zukunftsgerechte Mobilität zu erreichen. Fahrverbote wollen wir nicht“, sagt Klaus Voussem.

Emissionen reduzieren, Geld sparen mit Autogas

Autogasfahrzeuge stoßen im Schnitt 21 Prozent weniger CO2 aus als Benziner. Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes hat ergeben, dass sich mit dem alternativen Kraftstoff im Fahrbetrieb der Feinstaubausstoß im Vergleich zu benzinbetriebenen Ottomotoren um bis zu 99 Prozent reduzieren lässt. Im Vergleich zu Diesel-Pkws stoßen Autogas-Modelle außerdem nur ein Fünfzigstel der gesundheitsschädlichen Stickstoffoxide aus. Das weiß auch der Gesetzgeber und hat die Steuerermäßigung für LPG-Autos bis Ende 2022 verlängert. Bei einer jährlichen Fahrtleistung von 10.000 Kilometern lassen sich mit Autogas etwa 500 Euro Kraftstoffkosten im Vergleich zu Benzin einsparen. Ein Liter Autogas kostet derzeit etwa 50 bis 60 Cent pro Liter.

Infrastruktur ist vollständig ausgebaut

Anders als etwa bei der Elektro- und Wasserstoffmobilität sowie Erdgas (LNG) gibt es bereits heute eine vollständig ausgebaute Infrastruktur. Da Autogas unabhängig von Leitungen ist, kann auch die Versorgung in ländlichen Gebieten ohne Erdgasanschluss sichergestellt werden. So haben in Deutschland etwa 7.000 Tankstellen LPG-Zapfsäulen – das ist fast jede zweite. Europaweit kann an mehr als 40.000 Stationen Autogas gezapft werden. Um LPG nutzen zu können, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder den Kauf eines entsprechend ausgestatteten Neufahrzeugs oder die Umrüstung des vorhandenen Autos, was bei Benzinern mit durchschnittlich 2.300 Euro zu Buche schlägt. Gut zu wissen: Der ADAC bestätigt regelmäßig, dass fachgerecht umgerüstete Autogas-Fahrzeuge mindestens so sicher sind wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Durch LPG-Fahrzeuge werden in NRW aktuell bereits erhebliche Mengen an CO2, Feinstaub sowie Stickstoffoxiden eingespart. Flüssiggas trägt als führender etablierter alternativer Kraftstoff mit vorhandener Infrastruktur damit wesentlich zur Senkung der Treibhausgasemissionen des Verkehrs sowie zur Verbesserung der Luftqualität in Städten und Ballungsgebieten bei. Gegenwärtig sind in NRW rund 154.000 LPG-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Würde die Zahl der LPG-Fahrzeuge im Individualverkehr sowie im Güter- und Landwirtschaftsverkehr ansteigen, ließen sich weitere CO2- und Schadstoffemissionen im Verkehrssektor einsparen und sogar Fahrverbote vermeiden.

Fakten rund ums Autogas

Sechs interessante Fakten rund um den umweltfreundlichen Antrieb:

  1. Autogas ist Flüssiggas (LPG = Liquefied Petroleum Gas) und besteht aus den Gasen Propan und Butan oder deren Gemischen. Als genormter Kraftstoff erfüllt es europaweit einheitliche Anforderungen
  1. Autogas ist nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG)oder komprimiertem Erdgas (CNG)
  1. Mit einem Anteil von 1,1 Prozent ist Autogas nach Biokraftstoffender Alternativkraftstoff Nummer eins vor Hybrid-, Erdgas- undElektrofahrzeugen
  1. Autogas ist der Kraftstoff mit den geringsten Preisschwankungen:zwischen 47 und 81 Cent pro Liter in den vergangenen zehn Jahren
  1. In Deutschland rüsten 14 Hersteller knapp 70 Pkw-Fahrzeugmodelleab Werk mit Autogas aus
  1. LPG fällt bei der Erdgas- und Erdölförderung an, wo es meistensabgefackelt wird. Zudem ist es ein Nebenprodukt der Raffinierung vonErdöl zu Benzin und Diesel und wurde früher auch abgefackelt. InNordrhein-Westfalen gibt es Raffinerien in Gelsenkirchen, Wesseling und Köln-Godorf.

Tipps für klare Autoscheiben im Winter

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In der kalten Jahreszeit haben Autofahrer vermehrt mit beschlagenen Autoscheiben zu kämpfen. Diese entstehen, wenn feuchte Luft im Wageninnenraum auf die kalten Scheiben trifft und kondensiert. Ein Effekt, der sich etwa durch den Einsatz der Klimaanlage abmildern lässt. „Eine laufende Klimaanlage ist auch im Winter sinnvoll“, sagt Steffen Mißbach, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. „Sie entzieht der Luft Feuchtigkeit und ist das effektivste Mittel gegen beschlagene Scheiben.“ Scheibenheizung und Gebläse helfen ebenfalls. Haben die Scheiben die Temperatur des Innenraums erreicht, ist Kondensation nicht mehr möglich. „Grundsätzlich gilt natürlich: So wenig Feuchtigkeit ins Auto tragen wie möglich“, rät Mißbach. „Fußmatten aus Gummi sind zu empfehlen. Sammelt sich dort Wasser, lässt es sich problemlos außerhalb des Wagens ausschütten.“

Alle Autoscheiben komplett von Schnee und Eis befreien

Schnee und überfrorene Scheiben gehören im Winter zu den unangenehmen Begleiterscheinungen für Autofahrer. Die müssen vor dem Fahrtantritt stets dafür sorgen, dass das komplette Fahrzeug von Schnee und Eis befreit ist. „Zunächst sollte mit einem Besen der Schnee entfernt werden – insbesondere darauf achten, dass auch die Beleuchtungseinrichtungen und die Kennzeichen frei geräumt sind“, so Mißbach. „Beim anschließenden Freikratzen der Scheiben einen handelsüblichen Kratzer aus Kunststoff verwenden, um nichts zu beschädigen.“ Schließlich haben schon kleinste Schrammen im Glas Lichtreflexionen zur Folge, die die Sicht erheblich beeinträchtigen können.

Standheizung belastet die Batterie

Eine Standheizung, im günstigsten Fall mit Zeitschaltuhr, ist beim Kampf gegen vereiste Autoscheiben hilfreich. Zudem erwärmt sie neben den Scheiben auch den Motor, was sich positiv auf den Abgasausstoß auswirkt – ein warmer Motor stößt weniger aus als ein kalter. Dennoch ist sie nicht für jeden geeignet. „Eine Standheizung darf nur im Freien betrieben werden. Diejenigen, die lediglich kurze Strecken mit dem Fahrzeug zurücklegen, sollten ebenfalls verzichten, da in diesem Fall das Risiko einer leeren Batterie groß ist“, gibt Mißbach zu bedenken.

Nicht jeder Auto-Weihnachtsschmuck ist erlaubt

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Blinkende LED-Weihnachtsbäume, Nikolaus-Anhänger oder Schneeflocken-Fensterbilder: In der Vorweihnachtszeit stapeln sich in den Geschäften Weihnachtsschmuck jeglicher Art – auch für das Auto. Doch was ist dort als Schmuck erlaubt? Das Infocenter der R+V Versicherung erklärt, was geht – und was auf keinen Fall.

Sicht darf durch Weihnachtsschmuck nicht eingeschränkt sein

Grundsätzlich gilt: Autofahrer dürfen ihren Wagen schmücken, solange sie dadurch die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. „Die Sicherheit ist der wichtigste Aspekt bei der Weihnachtsdekoration, egal ob innen oder außen“, sagt Karl Walter, Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. Dazu gehört beispielsweise ein freies Sichtfeld für den Fahrer. „Darauf sollten Autofahrer unbedingt achten, wenn sie etwas aufstellen, aufhängen oder aufkleben“, sagt Walter. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Verwarngeld von 10 Euro rechnen.

Zudem müssen Dekorationsartikel im Auto gut gesichert sein. „Für sie gelten die gleichen Regeln wie für klassische Ladung“, so R+V-Experte Walter. Bei einem Brems- oder Ausweichmanöver dürfen Plastiktannenbaum, Engel oder Christbaumkugeln nicht als Geschoss im Fahrzeug umherfliegen. Ansonsten droht ein Verwarngeld von 35 Euro.

Zusätzliche Beleuchtung ist meistens verboten

Streng sind die Regelungen bei zusätzlichen Leuchten wie blinkende Weihnachtssterne oder Lichterketten. „In der Regel sind sie unzulässig“, sagt Karl Walter. Bei Dekorationen an der Außenseite kommt es vor allem darauf an, dass sie sicher angebracht ist. Wenn sich ein Teil löst und einen Unfall verursacht, haftet unter Umständen der Fahrer. Deshalb sollten Autofahrer hohe Geschwindigkeiten mit geschmückten Fahrzeugen lieber vermeiden. Vorsicht auch bei Überzügen für die Außenspiegel: Sie können die Seitenblinker verdecken. „Scheinwerfer, Kennzeichen und Blinker müssen immer frei bleiben“, so R+V-Experte Walter. Unkritisch sind hingegen Aufkleber auf der Karosserie und bunt lackierte Radkappen.

Falsch geparkt – wer zahlt?

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Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt. Und wer falsch parkt, der zahlt. Klingt ganz einfach und ist es auch, solange der „Täter“ in flagranti vor Ort angetroffen wird.
Was aber, wenn man gar nicht selbst gefahren ist und das Knöllchen an der Windschutzscheibe hängt oder erst Tage oder Wochen später zu Hause eintrifft?

In manchen europäischen Ländern ist auch dies einfach und pragmatisch gelöst. Ist der Fahrer nicht bekannt, dann haftet der Halter. Will der Halter nicht zahlen, muss er den Fahrer benennen.

Bei einem Parkverstoß hat die Behörde den Fahrer zu überführen

Und in Deutschland? In Deutschland gilt grundsätzlich auch bei einem Parkverstoß das Täterprinzip. Mit anderen Worten: Auch bei einem Parkverstoß hat die Behörde den tatsächlichen Fahrer zu überführen. Ein Verwarnungs- oder Bußgeld kann deshalb nur von demjenigen gefordert werden, der den Parkverstoß begangen hat. Streitet der Halter ab, selbst gefahren zu sein und gibt er den Fahrer nicht bekannt, was dann?

Dann findet sich die Lösung in § 25 a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG): Der Halter muss das Verwarnungs- oder Bußgeld nicht bezahlen! Aber er muss die Kosten des Verfahrens einschließlich seiner eigenen Auslagen tragen, wenn der Fahrer nicht vor Eintritt der Verfolgungsverjährung ermittelt werden kann. Was letztlich teurer ist – Kostenbescheid oder Knöllchen – wird sich spätestens dann zeigen.

§ 25a StVG
Kostentragungspflicht des Halters eines Kraftfahrzeugs
(1) 1Kann in einem Bußgeldverfahren wegen eines Halt- oder Parkverstoßes der Führer des Kraftfahrzeugs, der den Verstoß begangen hat, nicht vor Eintritt der Verfolgungsverjährung ermittelt werden oder würde seine Ermittlung einen unangemessenen Aufwand erfordern, so werden dem Halter des Kraftfahrzeugs oder seinem Beauftragten die Kosten des Verfahrens auferlegt; er hat dann auch seine Auslagen zu tragen. 2Von einer Entscheidung nach Satz 1 wird abgesehen, wenn es unbillig wäre, den Halter des Kraftfahrzeugs oder seinen Beauftragten mit den Kosten zu belasten.

(2) Die Kostenentscheidung ergeht mit der Entscheidung, die das Verfahren abschließt; vor der Entscheidung ist derjenige zu hören, dem die Kosten auferlegt werden sollen.

(3) 1Gegen die Kostenentscheidung der Verwaltungsbehörde und der Staatsanwaltschaft kann innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung gerichtliche Entscheidung beantragt werden. 2§ 62 Abs. 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten gilt entsprechend; für die Kostenentscheidung der Staatsanwaltschaft gelten auch § 50 Abs. 2 und § 52 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten entsprechend. 3Die Kostenentscheidung des Gerichts ist nicht anfechtbar.


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