Nebelschlussleuchte erst bei Sicht unter 50 Metern!

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Die Nebelschlussleuchte – wird der Nebel wirklich dicht, sorgt sie für Sicherheit. Der Vordermann ist besser erkennbar, somit werden auch nachfolgende Autofahrer schneller auf das eigene Gefährt aufmerksam. Allerdings weiß auch jeder Verkehrsteilnehmer, wie sehr die Nebelschlussleuchte des vorausfahrenden Wagens blenden kann.

Die Verwendung dieser Zusatzleuchte, die zwölf- bis zwanzigmal heller leuchtet als die herkömmliche Schlussleuchte, ist daher genau geregelt. Sie darf und sollte eingeschaltet werden, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt – sie muss jedoch nicht. 50 Meter beträgt auch der Abstand der Leitpfosten am Straßenrand von Landstraßen, die so als gute Orientierungshilfe dienen. Und was kaum jemand weiß: Die Höchstgeschwindigkeit mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte beträgt 50 km/h – sie ergibt sich auch den Sichtverhältnissen, die den Einsatz der Zusatzbeleuchtung erlauben.

Wer mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte unterwegs ist, obwohl die Sicht besser ist, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, beträgt das Verwarnungsgeld bis zu 35 Euro. Auszuschalten ist die Nebelschlussleuchte natürlich auch, wenn man im Stau steht.

Weniger präzise ist die Verwendung von Nebelscheinwerfern geregelt. Diese breit leuchtenden Zusatzscheinwerfer dürfen laut § 17 Abs. 3 StVO nur dann eingesetzt werden, wenn „Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich behindern“. Dann müssen die Nebelscheinwerfer zusammen mit dem Abblendlicht eingeschaltet werden. Bei zwei Nebelscheinwerfern reicht auch das Standlicht.