Motorradunfall: Hintergründe und Sicherheitstipps

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Wer als Motorradfahrer am Straßenverkehr teilnimmt, ist einem vergleichsweise hohem Unfallrisiko ausgesetzt. Zugleich verhält es sich so, dass die Unfälle schwere Folgen nach sich ziehen können. Während Autofahrer bei den meisten Unfällen mit einem Schrecken davonkommen, ergeht es den Motorradfahrern anders. Weil sie deutlich schlechter geschützt sind, treten Verletzungen viel häufiger in Erscheinung. Bei rund 98 Prozent aller Motorradunfälle tragen die Fahrer Verletzungen davon.

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Risiken kennen und somit sicherer unterwegs sein

Die meisten Motorradfahrer sind sich dieses Risikos bewusst. Allerdings blenden sie es gerne aus: Sie möchten sich nicht damit beschäftigen, denn oft bereitet der Gedanke an einen möglichen Unfall große Angst. Dabei ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Motorradunfall auseinanderzusetzen. Je mehr man über Unfälle bzw. deren Ursachen weiß, desto besser kann die eigene Fahrweise angepasst werden, was wiederum eine Reduzierung des Unfallrisikos zur Folge hat.

Zunächst einmal ist es interessant zu wissen, dass nicht allein das Können darüber entscheidet, ob man in Unfälle verwickelt wird. Vor allem die Häufigkeit der Motorradnutzung hat einen starken Einfluss. Statistische Auswertungen zeigen, dass in Jahren mit verregneten Sommern weniger Motorradfahrer verunglücken als in Jahren mit sehr trockenen Sommern.

Häufig wird angenommen, Motorradunfälle gehen vor allem auf das Konto des Fahrens mit sehr hoher Geschwindigkeit. Diese Annahme ist jedoch falsch, letztlich sind es überwiegend Kollisionen, die zu Unfällen führen – dies gilt für mehr als 60 Prozent aller Unfälle. Die Mehrheit der Kollisionen ereignet sich wiederum mit Pkws. Bei lediglich einem Viertel aller Kollisionsunfälle treffen Motorradfahrer auf andere Objekte.

Zu einem gewissen Teil gehen Kollisionen mit Pkws auf das Konto der Autofahrer. Leider kommt es immer wieder vor, dass Motorradfahrer schlichtweg übersehen werden. Auf der anderen Seite gehen einige Motorradfahrer zu hohe Risiken ein. Ein sehr typisches Problem ist das Schneiden von Kurven: Wenn unerwartet ein Auto aus dem Nichts auftaucht, kann dies sehr gefährlich werden. Dementsprechend müssen Motorradfahrer vor allem gefasst sein und vorausschauend fahren.

Wer vermutet, dass die meisten Motorradfahrer auf Autobahnen verunglücken, liegt falsch.

Mehr als die Hälfte aller Motorradunfälle ereignet sich innerhalb von Ortschaften. Vor allem Kreuzungen stellen dort ein großes Problem dar. Dafür kommt es dort jedoch nur vergleichsweise selten zu Unfällen mit Todesfolge: Gut zwei Drittel aller Motorradunfälle mit Todesfolge ereignen sich wiederum außerorts, was vor allem an der höheren Geschwindigkeit liegt.

Mehr Sicherheit durch gute Schutzkleidung und ABS

Nicht nur mit einer angepassten Fahrweise können Motorradfahrer ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr maßgeblich erhöhen. Ein zusätzlicher Beitrag kann durch das Tragen guter Schutzkleidung geleistet werden. Zwar darf man den Nutzen entsprechender Kleidung nicht überbewerten, doch sie kann durchaus darüber entscheiden, ob jemand schwer verletzt wird oder stattdessen den Unfall nicht überlebt.

Ein ebenfalls hoher Nutzen wird dem ABS zugesprochen. Es trägt dazu bei, dass Motorradfahrer bei Bremsmanövern in Gefahrensituationen eine bessere Kontrolle über ihre Maschinen behalten und es somit seltener zu Kollisionen kommt. Weil der Nutzen so enorm groß ist bzw. zahlreiche Unfälle durch ABS verhindert werden, sind zunehmend mehr neue Motorräder direkt ab Werk entsprechend ausgestattet. BMW und Honda haben in der Ausstattung Ihrer Modelle mit ABS die Nase vorne. Da die meisten Motorräder mit ABS zum Premiumsegment gehören, sind diese dementsprechend teuer. Gebraucht lassen sich die mit ABS ausgestatteten Motorräder günstig erwerben. Insbesondere Honda Modelle, wie auf motoscout24.de zu finden, sind im Vergleich zu den BMW Maschinen deutlich günstiger.

Wenn es dennoch zum Unfall kommt

Trotz aller Vorsicht lassen sich Unfälle nicht immer verhindern. Letztlich gilt es wie bei jedem anderen Unfall zu handeln. Die Sicherung der Unfallstelle hat Priorität, damit nicht noch mehr Verkehrsteilnehmer verletzt oder gar getötet werden. Im Anschluss ist es wichtig, erste Hilfe zu leisten – sofern dies erforderlich ist. Gilt es einem verunglückten Motorradfahrer zu helfen, ist  große Vorsicht angebracht, besonders das Abnehmen des Helms sollte genau so erfolgen, wie es im erste Hilfe Kurs vermittelt wurde.

Bei kleineren Schäden kann man sich hingegen gleich um die bürokratischen Folgen kümmern. Wichtig ist, dass die persönlichen Daten aller beteiligten Personen erfasst werden, damit eine ordnungsgemäße Meldung des Unfalls möglich ist. Hierbei ist es ratsam, den eigenen Versicherer zu informieren – selbst wenn man offensichtlich keine Schuld am Unfall trägt. Sollte man nämlich doch die Schuld am Unfall tragen und diesen nicht bzw. zu spät gemeldet haben, droht womöglich unnötiger Ärger.