In mehreren Etappen zum Führerschein: Vorbereitung ist alles

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akm_Führerschein_staticflickr_e1f1f6c3afDie theoretische und die praktische Fahrprüfung sind die wichtigsten Etappen auf dem Weg zum Führerschein. Doch schon vorher gibt es ein paar Hürden zu überwinden. Wer einige Vorkehrungen trifft, hält als Prüfling den Führerschein nach dem ersten Versuch in den Händen.


Sehtest beim Optiker oder Augenarzt

Vor der ersten Fahrt mit dem Fahrschulauto müssen Optiker oder Augenarzt dem Führerscheinanwärter eine ausreichend hohe Sehschärfe bescheinigen. Ohne Sehhilfe muss die Sehstärke auf beiden Augen mindestens 50 Prozent betragen, mit Sehhilfe mindestens 70 Prozent. Liegt die Sehleistung unter diesen Werten, gilt der Sehtest als nicht bestanden. Wie der genaue Ablauf von Führschein-Sehtests aussieht und welche weiteren Anforderungen erfüllt werden müssen, kann man auf dem Informationsportal www.blickcheck.de nachlesen. Die drei wichtigsten Fakten in Kürze:

Der Sehtest:

  • kostet 6,43 Euro.
  • dauert 10 Minuten.
  • ist mit Sehhilfe durchzuführen, falls vorhanden. Diese wird auf dem Führerschein vermerkt.

Erste-Hilfe-Kurs

Neben dem Sehtest muss auch ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden, um den Führerschein beantragen zu dürfen. Dieser wird in der Regel an einem Wochenende absolviert, kann jedoch auch innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Entsprechende Kurse müssen den Vorgaben der Fahrerlaubnisverordnung (FEV) entsprechen. Auch der Gang zum Fotografen ist notwendig, da für die Beantragung des Führerscheins ein biometrisches Passfoto erforderlich ist.

Theoretische Prüfung

Sind diese Hindernisse überwunden, kann die Vorbereitung auf die theoretische Prüfung beginnen. Dazu muss der Fahrschüler an 14 Doppel-Theoriestunden teilnehmen. Ergänzend wird mit Probefragebögen geübt, die den PC-Fragebögen aus der Theorieprüfung sehr nahe kommen. Mittlerweile existieren zahlreiche kostenlose Apps und Webseiten, mit denen sich der Fahrlehrling auf die theoretische Prüfung vorbereiten kann. Es ist ratsam, alle Fragen und Fragebögen mehrfach durchzugehen und auswendig zu lernen. Ohne Fleiß kein Preis!

Praktische Prüfung

Viel aufregender als der theoretische Teil ist für die meisten der Weg zur praktischen Prüfung. An erster Stelle stehen sogenannte Übungsstunden, die in der Regel bereits nach ein paar Theoriestunden und Vorlage des Sehtestergebnisses beim Fahrlehrer absolviert werden können. Wie viele Stunden letztlich benötigt werden, hängt von den Fähigkeiten des Fahrlehrlings ab. Vor der Prüfung müssen in jedem Fall 12 Pflichtstunden absolviert werden: 5 für Überlandfahrten, 4 für Autobahnfahrten und 3 für Dunkelfahrten. Alle anderen Stunden sind individuell mit dem Fahrlehrer planbar. Die Fahrprüfung kann jedoch erst dann angetreten werden, wenn der Fahrlehrer es für sinnvoll hält. Im Durchschnitt benötigt ein Fahrschüler 25 bis 30 Fahrstunden, bis er fit für die praktische Prüfung ist. Zulassungsbedingung für die Fahrprüfung ist außerdem die bestandene Theorieprüfung. Fällt man durch eine Prüfung, kann diese frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden. Von voreiligen Prüfungen wird abgeraten, da weitere Prüfungsgebühren anfallen.


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