Der Käfer

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Die Geschichte des Käfers ist zugleich auch die Geschichte der Volkswagenwerke.
Der Entwicklung und Produktion des VW ging ein Aufruf Adolf Hitler voraus, der am 07. März 1934 bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (damals noch in Berlin, seit 1951 in Frankfurt) die Entwicklung eines Fahrzeuges für das Volk forderte.

vw-kaefer-juergen-platz-de_01Die Geschichte des Käfers ist zugleich auch die Geschichte der Volkswagenwerke.
Der Entwicklung und Produktion des VW ging ein Aufruf Adolf Hitler voraus, der am 07. März 1934 bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (damals noch in Berlin, seit 1951 in Frankfurt) die Entwicklung eines Fahrzeuges für das Volk forderte.
Es sollte ein Fahrzeug für die Familie sein, wenig Kraftstoff verbrauchen und unter 1.000 Reichsmark kosten.

Adolf Hitler gab für die Produktion des „Volkswagens“ den Bau der größten Automobilfabrik Europas in Auftrag.
Aus der 1938 so neu entstandenen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallerleben“  wurde 1945 das heutige Wolfsburg.

Offiziell hieß der Käfer KdF-Wagen. KdF steht für Kraft durch Freude, einer nationalsozialistischen Organisation des 3. Reiches.
Der Kdf-Wagten war auch der einzige Wagen, der in dem neugegründeten Werk gebaut werden sollte.

Nach dem Krieg übernahm im Mai 1945 die Britische Militärregierung die Zuständigkeit der Volkswagenwerke. Im selben Jahr wurde auch der erste Käfer gebaut.
Die Demontage bzw. der Verkauf des Volkswagenwerkes wurde durch eine völlig falsche Markteinschätzung vermieden. Ein britischer Untersuchungsbericht stellte dem Käfer ein vernichtendes Urteil aus und gab dem Fahrzeug keinerlei Zukunftschancen. Welch eine Fehleinschätzung dies war, belegen die späteren Verkaufszahlen des Käfers, der über 21 Mio. Male verkauft wurde.

Der Kosename Käfer geht wohl auf einen Journalisten zurück, der in der New York Times im Juli 1938 seinem Artikel die Überschrift gab „Shining Little Beetle“, was übersetzt soviel heißt wie strahlender kleiner Käfer.

Der Käfer eroberte 1968 auch Hollywood und wurde unter dem Namen Herbie mit der Startnummer 53 zu einem weltbekannten Leinwandhelden.
Fortan nutzen auch die VW-Werke ab ca. 1967 den Kosenamen Käfer für ihre Werbezwecke.

In Deutschland wurde die Produktion des Käfers 1974 eingestellt und nach Mexiko verlagert. Dort wurde der Mexiko-Käfer noch bis 2003 produziert. Insgesamt wurde der Käfer über 21,5 Mio. Male verkauft.

Der Käfer wurde bis 1953 mit einer Heckscheibe mit Mittelsteg gebaut, was diesen Modellen den Namen Brezelkäfer verlieh.

1998 stellte VW den New Beetle als Retromodell des Käfers vor. Design und Innengestaltung erinnern zwar an den Käfer, jedoch basiert der New Beetle auf einer völlig neuen Technik ohne Heckantrieb und Boxermotor.


 Bilder: star-limos.ch   und     platz-juergen.de