Das kostet ein Pkw wirklich im Monat

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Die Kosten für einen Pkw variieren von Modell zu Modell. Während die Anschaffung eines Wohnmobils mit etwa 68.000 € zu Buche schlägt, geben die Deutschen nach Informationen von Markt-Aktuell für einen gebrauchten Pkw zwischen 11.000 € und 23.600 € aus. Das ist eine sehr große Preisspanne und hängt in erster Linie mit drei Faktoren zusammen:

  • Regionale Kaufkraft
  • Prozentsatz der Studierenden am Standort
  • Preisgefüge am Automarkt

Clevere Sparfüchse gehen demzufolge an Standorten auf Autosuche, die sich auf eine Klientel mit weniger Kaufkraft eingestellt haben. Weitere Sparmöglichkeiten ergeben sich aus dem Fahrverhalten, das individuell für mehr oder weniger Spritverbrauch sorgt.

Welche Kosten für einen Pkw zu Buche schlagen und mit welcher Belastung Verbraucher monatlich unterm Strich rechnen müssen, ist Thema dieses Beitrags.

Fixkosten für einen Pkw

Ist das Auto einmal angeschafft, müssen Fahrzeughalter Fixkosten tragen. Fixkosten sind Positionen, die in einem wiederkehrenden Rhythmus anfallen und auch dann zu bezahlen sind, wenn ein Auto nicht gefahren wird.

  • Kfz-Haftpflichtversicherung – Sie deckt Schäden an Personen, Sachen und Vermögen ab. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung, die jeder Autohalter per Gesetz abschließen muss. Personen mit negativer SCHUFA haben ebenfalls Zugang zur Kfz-Haftpflicht. Wer eine entsprechende Offerte sucht, kann für die KFZ Versicherung hier klicken und einen detaillierten Vergleich der Angebote vornehmen.
  • Kaskoversicherung (Teilkasko oder Vollkasko) – Eine Kaskoversicherung gibt es mit und ohne Selbstbehalt. Diese Versicherung übernimmt Kosten für Schäden, die an dem versicherten Auto verursacht werden. Personen mit negativer SCHUFA haben hierauf in vielen Fällen keinen Zugriff. Assekuranzen verweigern in vielen Fällen den Kasko-Versicherungsschutz, egal ob in der Variante Vollkasko oder Teilkasko.
  • Kfz-Steuer – Die Kfz-Steuer hängt vom Fahrzeugmodell ab und ist bei den Finanzbehörden zu erfragen. Das Bundesfinanzministerium hält einen Online Rechner zur Ermittlung der Kfz-Steuer
  • Sonstige Kosten – Darunter fallen Parkgebühren, Maut, TÜV und ASU sowie Kleinzubehör wie Straßenkarten, Verbandskasten etc.

Jede Position ist mit einem Wert zu belegen und dann mit den laufenden Betriebskosten zu addieren, die im nächsten Absatz dargestellt werden.

Betriebskosten für einen Pkw

Je nach Pkw variieren die Betriebskosten erheblich. Abhängig vom Fahrverhalten, von der Kilometerleistung, dem genutzten Brennstoff und dem Wartungszustand sind starke Schwankungen möglich.

  • Kraftstoffkosten – Der Kraftstofferbrauch ist der eine Faktor, die Preise der andere. Unter Kraftstoffkosten fallen Normalbenzin, Super, Diesel, Bio-Ethanol, Autogas, Erdgas und Strom.
  • Motoröl/AdBlue – regelmäßiger Ölwechsel/AdBlue-Nachfüllung ist nötig, um den Motor betriebsbereit zu halten.
  • Wagenwäsche/Pflege – Zum Werterhalt gehört die regelmäßig Fahrzeugpflege innen und außen.
  • Reifenkosten – Autoreifen (Sommer- und Winterreifen) müssen eine gewisse Profilstärke aufweisen.

Diese Kostenpositionen sind mit den Fixkosten zu addieren und dann auf den Monat umzurechnen.

Volltanken bitte! Die Kosten für eine Tankfüllung betragen mitunter mehr als 100 Euro.

Abschreibung = Werteverlust

Der größte Anteil der monatlichen Kosten für ein Auto entfällt auf den Wertverlust, auch Abschreibung genannt. Der Wertverlust drückt aus, wie viel Wert ein Fahrzeug im Jahr verliert. Diese Zahl kann ein Richtwert dafür sein, was Fahrzeughalter jährlich sparen müssten, um ein Auto ohne Kredit nach dem festgelegten Nutzungszeitraum, zum Beispiel nach zehn Jahren, anzuschaffen. Beispiel: Ein Fahrzeug für 36.000 Euro verliert rein rechnerisch 3.600 € an Wert und ist in 10 Jahren „abgenutzt“.

So teuer ist ein Pkw im Monat

Eine Beispielrechnungfür einen VW Golf könnte laut ADAC so aussehen:

Position Jährlich Belastung
in Euro
Kfz-Fixkosten 1.000
Reparaturkosten/Wartung 600
Laufende Betriebskosten 1.200
Wertverlust 3.600
Jahresgesamtkosten 6.400
Monatliche Belastung 534 €

 

Fazit für preissensible Fahrzeughalter: Mit einer monatliche Belastung von durchschnittlich 534 € ist es überlegenswert, ein weniger preisintensives Modell in Betracht zu ziehen, um das Budget dauerhaft zu entlasten.


Quellen: pixabay.com © andreas160578 (CC0 Public Domain)
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