Bußgeldkatalog: Diese Dinge haben sich geändert

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Seit dem ersten Mai 2014 gilt der neue Bußgeldkatalog mit angepassten Regelsätzen für Fahrzeuge. Es haben sich einige Dinge geändert, welche von manchen Autofahrern ausgenutzt werden. Einige kuriose Strafen listen wir Ihnen hier auf.,

Bild oben: In Italien wird unerlaubtes Telefonieren im Auto mit einer Bußgeldstrafe von knapp 600 Euro belegt. In Deutschland muss der Fahrer vierzig Euro bezahlen. (Bild: Eigene Darstellung)
Wer ohne Kennzeichen fährt, ist beim Blitzer im Vorteil
Wer geblitzt wird, riskiert einen Punkt in Flensburg. In Schleswig-Holstein sind deshalb einige Autofahrer auf die Idee gekommen, dass sie das Nummernschild abmontieren und als Folge vom geblitzt werden die Geldbuße in Höhe von 60 Euro entrichten. Zuvor kostete ein abgeschraubtes Nummernschild einen Punkt in Flensburg und eine Strafe von vierzig Euro. Die Sache hat natürlich einen Haken, denn wer seine Identität verbergen möchte, muss mit Strafen rechnen. Beim ersten Mal kann das noch gut gehen, aber beim zweiten oder dritten Mal kann das weitreichende Folgen haben.
Stau? Standstreifen nutzen?
Der Standstreifen dient der Polizei und weiteren Rettungskräften als zusätzliche Fahrspur. In der Ferienzeit, wenn sich kilometerlange Staus auf den Autobahnen bilden, umfahren manche Fahrzeughalter den Stau auf dem Standstreifen. Dabei riskiert der Fahrer nicht nur einen Unfall mit einem Pannenfahrzeug sondern auch eine Geldbuße von 75 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister.
Passiv Kiffen kann teuer werden
Generell gilt: Am Steuer haben Alkohol und andere Drogen nichts verloren. Wer einen THC-Wert von 1,0 Nanogramm je Milliliter Blut überschreitet, muss mit einem Monat Fahrverbot, Bußgeld von 500 Euro und zwei Punkten rechnen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Grenzwert bereits durch Passivrauchen erreicht werden kann. Im Auto sollte folglich kein Cannabis konsumiert werden und ganz nebenbei gilt: Finger weg von Drogen.
Sorgen Sie sich um die Umweltplakette!
Die Umweltplakette ist zur Pflicht geworden und die meisten Autofahrer halten sich auch daran. Auf www.wirkaufendeinauto.de haben wir in Erfahrung gebracht, dass der neue Bußgeldkatalog eine gut lesbare Plakette vor sieht, denn sonst droht ein Verwarngeld von 55 Euro. In Krefeld überprüfen seit Mai die Politessen die farblichen Plaketten und konnten 618 Verstöße registrieren. Insgesamt wurden bereits Bußgelder in Höhe von 33.900 Euro verhängt.
„Wir haben unser Auto vor vier Jahren in einem Autohaus gekauft, da war die Umweltplakette dran, der Wagen war auch vor eineinhalb Jahren noch beim TÜV“, sagte Sonja Stemes gegenüber rp-online.de (Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/umweltplakette-nicht-lesbar-55-euro-strafe-aid-1.4399019).

Bild: 13 Prozent der Probanden würden ohne Umweltplakette in eine Grüne Zone fahren und ein Bußgeld riskieren. (Bild: Eigene Darstellung).

Eine Übersicht über die Änderungen zum Bußgeld finden Sie wirkaufendeinauto.de.

Falls der Führerschein mal länger weg ist, verkaufen Sie doch Ihr Autound steigen auf den öffentlichen Personennahverkehr um. Eine umfassende Übersicht zum Bußgeldkatalog finden Sie hier: http://www.bussgeldkataloge.de/.


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