BMW

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BMW – Die Bayerischen Motorenwerke bauten im Ersten Weltkrieg Flugzeugmotoren. Das weiß-blaue Rautenmuster symbolisiert einen rotierenden Propeller. Die Farben weiß-blau stehen für die Farben der Bayerischen Staatsflagge. Geschützt ist das Zeichen seit 1917.

Die Ursprünge von BMW lagen nicht im Automobilbau sondern im Motorenbau. 1913 gründete Karl Rapp die Rapp Motorenwerke GmbH. 1917 wurde die Firma zuerst in BMW GmbH umfirmiert und ein Jahr später, nach der Umwandlung in eine Akteingesellschaft, in die BMW AG.

1917 entwickelte der Ingenieur Max Fritz einen Flugzeugmotor mit Überverdichtung. Durch diese Technik konnte der Leistungsverlust in großer Höhe verringert werden. Die Konstruktion bewährte sich so gut, dass die Preußische Heeresverwaltung an BMW den Auftrag vergab, 2.000 dieser Motoren herzustellen.

Am 17. Juni 1919 gelang BMW mit ihrem Motor der Höhenweltrekord von 9.760 m.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Abschluss des Versailler Vertrages war es Deutschland für fünf Jahre verboten, Flugzeugmotoren herzustellen. Damit schien das Aus für BMW gekommen, das damals als einziges Produkt Flugzeugmotoren herstellte. Unter diesen wirtschafts-politischen Beschränkungen verließ 1922 der damalige Hauptaktionär (Camillo Castiglioni) die Firma, wobei er die Namensrechte an BMW mitnahm und zu den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW) wechselte, die fortan den Namen BMW trugen. Aus der ehemaligen Firma BMW wurde zunächst die Südbremse und später die Knorrbremse.

Die Bayerischen Flugzeugwerke (BFW) gingen aus der am 07.03.1916 gegründeten Firma Gustav-Otto-Flugzeugwerk hervor. Gustav Otto war ein Sohn von Nikolaus Otto, dem Erfinder des Otto-Motors.

In der offiziellen Firmengeschichte gilt der 07.03.1916 als Gründungsdatum von BMW.

1923 baute BMW sein erstes Motorrad und ab 1924 wieder Flugmotoren.

1928 kaufte BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach AG. Mit dem Kauf erwarb BMW auch die Lizenz für den in England entwickelten „Austin Seven“, besser bekannt unter dem Namen „Dixi“ (bei BMW „BMW 3/15 PS“). Der Dixi war das erste Auto, das am 22. März 1929 die Fabrikhallen von BMW verließ.

Im selben Jahr erzielt Ernst Henne mit 216 km/h den Geschwindigkeits-Weltrekord auf einem BMW-Motorrad und der Dixi fährt mit dem Sieg der internationalen Alpenfahrt einen weiteren Rennsieg für BMW nach Hause.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konzentrierte sich BMW ganz auf den Bau von Flugmotoren. Nach dem Krieg im Jahre 1945 wurde das Automobilwerk in Eisenach von der Sowjetunion übernommen. In dem Werk wurden anfänglich die Vorkriegsmodelle unter dem Namen BMW angeboten, ohne dass BMW München ein Mitspracherecht bei der Produktion hatte, worauf im Jahre 1951 BMW München den Eisenachern das Führen des Namens BMW gerichtlich verbieten ließ. Die Fahrzeuge verließen fortan unter dem Namen „EMW“ das Eisenacher Werk. 1952 wurde das Werk zu einem volkseigenen Betreib (VEB).

In BMW München verließ 1951 mit dem „Barockengel“ der erste BMW wieder die Münchner Fabrikhallen. 1955 kam die „Isetta“ ein italienisches Lizenzfahrzeug dazu.

In den Jahren 1958 und 1959 fuhr BMW dramatische Verluste ein und konnte nur knapp eine Übernahme durch die Daimler-Benz AG verhindern.

Im Jahre 1962 kam der BMW 1500 und später die Versionen 1800 und 2000 auf dem Markt, die nicht zuletzt durch ihre Siege bei Tourenwagenrennen zu einen Verkaufserfolg wurden. Der Wiederaufstieg von BMW kam dann ab 1966 durch die so genannten „Null-Zwei Modelle“ (1602, 1802, 2002).

1967 übernahm BMW die Hans Glas GmbH in Dingolfing. Die Glas-Modelle wurden noch eine zeitlang unter der Bezeichnung BMW-Glas verkauft, ehe die Modelreihe und die Modellbezeichnung eingestellt wurde.

1994 übernahm BMW den britische Rover Group (Rover, MG, Mini, Land Rover), was sich als folgenschwere Fehlentscheidung herausstellte. Im Jahre 2000 wurde das Projekt Rover beendet. MG-Rover wurde für den symbolischen Verkaufspreis von 5 Pfund an eine britische Investorgruppe verkauft und Land Rover ging an Ford. BMW behielt nur die Marke Mini.


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