Autobatterie vor Ausbau richtig abklemmen

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Wird das Auto längere Zeit nicht benötigt, empfiehlt es sich, die Batterie auszubauen. An einem trockenen Ort gelagert, sollte sie alle paar Wochen mit einem Ladegerät geladen werden. Beim Ausbau des Akkus sollte man aus Sicherheitsgründen einige Dinge beachten.

Wer sein Auto über Wochen oder gar Monate nicht braucht, beispielsweise weil er vereist, auf Montage geht oder den Wagen über den Winter einstellt, kommt nicht darum herum, die Batterie auszubauen. Meist befindet sich der wiederaufladbare Stromspender im Motorraum, bei manchen Fahrzeugen auch im Kofferraum oder unter dem Rücksitz.

Warum ausbauen? Die Batterie versorgt beim Starten des Wagens den Anlasser mit Strom, fährt das Auto, wird sie über die Lichtmaschine geladen. Steht das Auto jedoch mehrere Wochen, kann sich die Batterie, je nach Alter und Zustand, selbst entladen, vor allem in der Kälte. Daher ist ein Ausbau ratsam. Bevor man damit beginnt, sollten alle elektrischen Verbraucher ausgeschaltet sein, beispielsweise Zündung, Radio oder Beleuchtung.

Die Batterie hat zwei Pole, an denen entsprechende Kabel angeschlossen sind. Vom Minuspol, der auch mit dem entsprechenden „Minus-Zeichen“ (blau oder schwarze Markierung) gekennzeichnet ist, führt ein dickes Kabel direkt an die Karosserie, das so genannte „Massekabel“. Genau dieses Kabel sollte zuerst abgeklemmt werden. Denn wird zuerst am Pluspol der Batterie (rot markiert) gearbeitet, besteht die Gefahr, dass der Schraubenschlüssel, während er an der Polklemme angesetzt ist, mit der Karosserie in Kontakt kommt. In diesem Moment fließt ein starker Strom, meist bilden sich Funken und es kommt zum Kurzschluss. Die Autobatterie liefert zwar nur eine Spannung von zwölf Volt, dafür aber starke Ströme mit etlichen Ampere. Daher sollte immer zuerst der Minuspol abgeklemmt werden, bevor es an den Pluspol geht. Wenn beide Pole abgeklemmt sind, kann die Batterie aus der Halterung ausgebaut werden. Je nach Automodell muss dazu eine meist geschraubte Sicherungsleiste am Boden der Batterie gelöst werden. Bei Batterien, die im Fahrzeuginnern unter dem Rücksitz verbaut sind, muss auch noch ein an der Batterie angebrachter Entlüftungsschlauch abgezogen werden (BMW, Mercedes).

Beim Einbau sollte in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen werden. Zuerst den Akku befestigen, dann Pluspol anschließen und zum Schluss den Minuspol.

Die beiden Pole sollten im Idealfall vor dem Einbau leicht mit Polfett eingeschmiert werden, um Korrosion  vorzubeugen. Musste man bei älteren Batterien noch den Säurestand in den Zellen kontrollieren und gegebenenfalls destilliertes Wasser nachfüllen, entfällt dies heute bei den wartungsfreien Batterien. Aber auch diese sollten, wenn sie ausgebaut sind, alle paar Wochen mit einem Ladegerät wieder aufgeladen werden.


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